Kunst- und Literaturzeitschrift Herzattacke
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V.O.Stomps-Preis 2005

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Beitritt

Der Spiegel eines Augenblicks

Im Sommer 1985 wurde von dem Dichter Maximilian Barck die unabhängige Künstlergruppe "Maldoror" in Ostberlin gegründet.

Das erste Projekt, welches vorgestellt wurde, war die Surrealismus-Collage "Der Spiegel eines Augenblicks" mit Texten z. B. von Lautréamont, André Breton, Arthur Rimbaud, Paul Éluard und Bild(er)/Projektion(en) z. B. von André Masson, RenéMagritte, Giorgio de Chirico und Max Ernst sowie Musik von Eric Satie (Inszenierung gemeinsam mit dem Maler Michael Würzberger). Im Herbst 1987 folgte ein zweiter Versuch zum Surrealismus: "Lautréamont und wir", eine inszenierte Lesung eines Essays von Maximilian Barck (siehe in: "Literatur- und Kunstzeitschrift HERZATTACKE", 2/1989 - Sonderheft) mit Projektionen und Live-(Akkordeon)Musik. Im Frühjahr 1988 dann eine Inszenierung (mit dem Schauspieler Kai-Uwe Barth und Saxophon) von Oskar Panizzas Text "Tristan und Isolde in Paris" mit Zwischentexten von Bakunin, Arthur Rimbaud und Richard Wagner, sowie im Herbst 1988 die Aufführung von "Dialoge im Geiste Huttens + Mania anarchista progressiva" nach Texten von Oskar Panizza.

Da es inzwischen sowohl zu dem Wunsch gekommen war, etwas Neues zu machen, den öffentlichen Diskurs zu suchen, als auch plötzlich feststand: daß sich hier ungeplant (in einer Art Eigendynamik) ein Kreis von Autoren, Malern und Musikern gebildet hatte, die sich den Begriff Revolte auf die Stirn schrieben und ins Herz brannten, gründete Maximilian Barck im Herbst 1988 die unabhängige Künstlergruppe HERZATTACKE.

"Dem Initiator schien es zu diesem Zeitpunkt eine Verpflichtung zu sein: die Texte und Graphiken des Kreises, welcher sich sehr willkürlich gebildet hatte, in der gleichnamigen "Literatur- und Kunstzeitschrift HERZATTACKE" als Herausgeber zu dokumentieren. Verlustig gegangen eines gewissen aufklärerischen Impetus', doch zugleich auch einen Begriff wie Untergrund vehement ablehnend (zudem transportiert wirkliche Kunst s. E. ohnehin Zeitgeist, die Reproduktion von Machtstrukturen und -mechanismen, so daß der Begriff Untergrund eher ein politischer - weil pur ideologisch diametral zur jeweiligen/betreffenden Macht -, in der Endkonsequenz formaler Begriff ist), redigierte der Herausgeber im Dezember 1988 die erste Nummer der Zeitschrift …."

(aus einem Statement des Éditeurs,
in: "Literatur- und Kunstzeitschrift HERZATTACKE", 4/1991, S. 9ff.)


Trotz erheblicher Schwierigkeiten gelang es bis auf den heutigen Tag, die Zeitschrift zu produzieren; mehr noch: seit Herbst 1989 gibt es die EDITION MALDOROR (herausgegeben von Maximilian Barck), die sich als das bibliophile Organ der unabhängigen Künstlergruppe HERZATTACKE betrachtet.

Außerdem gibt es seit 1993 die Bände der ALETHEIA-Reihe in der EDITION QUATRE EN SAMISDAT (herausgegeben von Maximilian Barck und Rainer Tschernay), die in deutschsprachiger Erstveröffentlichung Texte - vorwiegend aus dem romanischen Sprachraum - zur Geistessituation des 20. Jahrhunderts ediert. Die einzelnen Bände sind jeweils mit zwölf Fotografien im Lichtdruck von Lichtdruck-Kunst Leipzig e. V. (vormals Leipziger Lichtdruck Werkstatt) ausgestattet.

Am 25. Oktober 1991 wurde der "Kunstverein HERZATTACKE" gegründet und am 14. August 1992 in das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg unter Nr. 12962Nz eingetragen.

Der "Kunstverein HERZATTACKE e. V." setzt sich den Zweck, "... die Förderung der Künste (Literatur, bildende Kunst, Musik, Theater), die Dokumentation der Darstellungsformen dieser Künste für den 'Kunstverein HERZATTACKE' sowie die Organisation, Durchführung und materielle Unterstützung von Veranstaltungen und Projekten, die wichtige unbekannte Kunst in das öffentliche künstlerische Leben befördern", engagiert zu realisieren. (§ 2 (1) der Satzung).

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