Kunst- und Literaturzeitschrift Herzattacke
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Willingham, Heike

Bei einer privaten Lesung (im Hintergrund die Grafikerin Sabine Jahn) - Fotos: Matthias Heise

Heike Willingham

1962 in Rostock geboren, Studium der Germanistik in Berlin, Diplom-Germanistin.

Eigene Gedichtbände: Lyrikband vor und zurück (Grafiken Michael Voges) 1987; Lyrikband vom fegen weiß ich wird man besen (Grafiken Petra Drewinski), Janus press, Berlin 1992; kurze Aufenthalte an winzigen orten (Serigraphien Pontus Carle), Edition Maldoror, Berlin 2000;, Mitlesebuch, Nr. 64, Aphaia Verlag, Berlin 2004, zeiten und zahlen (Lithographien Lothar Böhme), Edition Maldoror, Berlin 2010.

Veröffentlichungen/Auswahl: seit 1986 u.a. in Zeitschriften ; Gedichte in Schaden, Berlin; bateria Nr. 7/8, Fürth; Ein Text für C.W., Janus press, Berlin, Perspektive (Graz), Hefte 26 und 28;  Vogel oder Käfig sein, Edition Galrev, Berlin, Stechapfel  25, Literaturbüro Leipzig e.V.; Pogranicza, Szczecinski Kwartalnik Kulturalny, Szczecin; Hi.e.ms, 2 (6), Juni 1998, Corps & biens, Dragnignan; Zeitschrift Herzattacke, Berlin.

Katalogtext und Gedichte zum Projekt Visum, Polen;  Rundfunkessay zur Verleihung des Nicolas –Born-Preises an Ulrich Zieger, DS-Kultur; Texte und Installation, Projekt Changeant, Waschhaus, Potsdam; Gedichtvertonungen von Michael Dubach und Bardo Henning.

Redaktionelle Mitarbeit bei der Zeitschrift Schaden; freie Gutachterin für niederländische  Gegenwartsliteratur, Verlag Volk und Welt, Projektarbeit deutsch-polnische Künstlergruppe Visum.

Werkverträge Soziale Künstlerförderung des Senats von Berlin; Arbeitsstipendien der Stiftung Kulturfonds, Berlin,  Projektförderung Changeant (mehrjähriges interdiszplinäres Künstlerinnenprojekt), gefördert von  Kulturamt Potsdam und Stiftung Kulturfonds, Berlin.

 

„Als ob sie, die 1988 nach Westberlin übersiedelte, das Universum der Poesie inzwischen härter behaupten müsste / wollte, während es sich gleichzeitig wie ein immer dichter gestricktes Ellipsoid immer mehr ausweitet. Vom „Überschreiben“ ist in einem ihrer Texte die Rede, nicht vom Schreiben über Etwas. Heike Willingham überschreibt das Beißen und Klirren und Brüllen und Stinken und Zerrütten, das Gescheuchte und Verdunkelte, Verzottelte und Verschonte. Sprache wird spürbar wie eine dämpfende Matte gegen die „Gucker“ und „Lauscher“. Sie kehrt sich zum Sprechenden, nicht zum Leser oder Zuhörer. „Haltung? Ein Marionettentheater“ (so der Titel eines Gedichts) in einer surrealen Welt, die nicht be- sondern überschrieben wird. Die logische Satzordnung, der Aufbau von Sinn wird durchkreuzt, wird nicht aufgelöst und gelockert, sondern immer verstrickter und komplexer. Vorstellungen heben an, halten die Zeile, brechen ab, gehen Abwege, kreuzen sich, springen, gehen unter …“ (aus: Angelika Stepken, Katalogtext zur Ausstellung der Projektgruppe Changeant im Waschhaus Potsdam, 1994).

Im Gespräch mit Werner Hennrich. Im Hintergrund: Malte Barck